ADLAS-Aktuell zu Trumps China-Politik

„We are now making it clear to China that after years of targeting our industries, and stealing our intellectual property, the theft of American jobs and wealth has come to an end.“

In seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation gibt sich Präsident Donald Trump gegenüber China gewohnt kämpferisch. Ob diese wenig feinfühligen Vorwürfe die US-amerikanische Position in den gerade mit Hochdruck vorangetriebenen Gesprächen zur Beilegung des derzeit nur ausgesetzten Handelskrieges stärken werden, bleibt abzuwarten. Schuld am aktuellen Konflikt ist aus Sicht des Präsidenten aber am Ende nicht einmal primär China, sondern vor allem seine eigenen Amtsvorgänger, die dem Reich der Mitte seine bisherige Handelspolitik erst ermöglicht hätten. Auf die Vorwürfe folgt daher das Angebot an Präsident Xi zu einem ‚Deal‘ zu Trumps Bedingungen auf dem Fuße.

‚America first‘, wenig diplomatisches Auftreten, das Denken in ‚Deals‘ und vor allem alles anders machen als Obama: auch in seiner China-Politik bleibt sich der US-Präsident treu. Allerdings ist zu Fragen, ob seine Masche gegenüber den Chinesen funktioniert, oder ob sich der selbsternannte Meister aller Dealmaker diesmal nicht eventuell verzockt hat. Dabei steht im Ringen mit China um die Vorherrschaft im asiatischen Raum letztlich nicht weniger auf dem Spiel, als die Zukunft der globalen Dominanz der Vereinigten Staaten.

Aus aktuellem Anlass bringen wir daher vorab eine Analyse der US-Politik gegenüber China von Dr. Iris Wurm als kleinen Vorgeschmack auf das kommende Heft.

Das neue ADLAS-Aktuell zum Traditionserlass können Sie hier kostenfrei als .pdf-Datei herunterladen.

Wir wünschen eine anregende Lektüre,

Die ADLAS-Redaktion.